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Arkadi + Boris Strugatzki Hotel Zum verunglückten Bergsteiger

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Beschreibung

Der verschollene Klassiker zum ersten Mal vollständig übersetzt

Eigentlich möchte Polizeiinspektor Glebski nur Urlaub machen. Doch die anderen Hotelgäste, mit denen er im Hotel Zum verunglückten Bergsteiger untergebracht ist, entpuppen sich als ein Haufen schräger Vögel. Da wären unter anderem das Millionärsehepaar Moses, Brun, ein kleiner Junge – oder ein Mädchen (man weiß es nicht so genau), der unscheinbare Olaf Andvarafors und der vermeintlich lungenkranke Anwalt für Minderjährige namens Hinkus. Und als wäre das nicht genug, munkelt man, dass der Geist eines verunglückten Bergsteigers hier herumspukt. Fehlen nur noch Außerirdische und die Mafia. Aber die lassen auch nicht mehr lange auf sich warten …

Für diese Neuausgabe hat Erik Simon Originaltext mit Übersetzung genau abgeglichen, einen erheblichen fehlenden Teil ergänzt (die Übersetzung der deutschen Erstausgabe wurde anhand einer gekürzten, in Russland in einer Art Heftroman veröffentlichten Version angefertigt) und kleinere wie größere Fauxpas der Übertragung ausgebessert.

Ein schräger, witziger und rasanter Alien-Thriller – ein Muss für alle Leser der russischen Science-Fiction-Autoren.

 
 Cover 72 dpi     |     Cover 300 dpi
 

Arkadi + Boris Strugatzki

Arkadi Strugatzki
(UdSSR)
1925–1991

Boris Strugatzki
(UdSSR/Russland)
1933–2012

Die Brüder Strugatzki (man findet auch die eigentlich korrektere Schreibweise »Strugazki« und seltener wissenschaftliche Transliterationen wie »Strugackij«) haben von den fünfziger Jahren bis 1990 gemeinsam ein Ouvre an Romanen, Erzählungen und Szenarien geschaffen, das sein Zentrum in der Science Fiction hat, gelegentlich aber in den Bereich anderer phantastischer Konventionen hineinreicht. Sie wurden damit nicht nur zu den führenden SF-Autoren der Sowjetunion, sondern sind auch im modernen Russland bislang an Bedeutung unübertroffen; neben dem Polen Lem sind sie die wichtigsten und erfolgreichsten SF-Autoren außerhalb der englischsprachigen Länder seit dem Zweiten Weltkrieg; Bücher von ihnen sind in etwa zwei Dutzend Sprachen übersetzt worden, fast alle ins Deutsche, Englische, Französische, Japanische sowie in Sprachen Ostmitteleuropas.

Arkadi Strugatzki wurde 1925 im georgischen Batumi geboren, wuchs aber in Leningrad (Sankt Petersburg) auf, wo Boris 1933 zur Welt kam. Der Vater, Natan Strugazki, von der Ausbildung her Kunstwissenschaftler, war noch vor der Oktoberrevolution in die Partei der Bolschewiki eingetreten, hatte im Bürgerkrieg einen Generalsrang bekleidet, war danach in sehr unterschiedlichen Parteifunktionen in verschiedenen Landesteilen eingesetzt, 1937 aber im Zuge der Stalinschen Säuberungen aus der Partei ausgeschlossen worden. Er kam ums Leben, als er 1942 zusammen mit Arkadi übers Eis des Ladoga-Sees aus dem belagerten Leningrad evakuiert wurde. Arkadi wurde zum Armeedienst einberufen und als Japanisch-Dolmetscher ausgebildet, in dieser Funktion diente er in Fernost bis zu seiner Demobilisierung im Jahre 1955. Anschließend arbeitete er in Moskau am Institut für wissenschaftliche Information und als Verlagslektor. Er hat Science Fiction aus dem Englischen übersetzt, Literatur verschiedener Genres aus dem Japanischen. Er hat sich als Lektor für die Publikation von SF anderer sowjetischer und ausländischer Autoren eingesetzt und das als freier Gutachter, Herausgeber und Berater auch später noch getan; in den achtziger Jahren hat er die damals allmählich erstarkende Organisation des sowjetischen SF-Fandoms unterstützt.

Boris Strugatzki studierte an der mathematisch-mechanischen Fakultät der Leningrader Universität und wurde Stellarastronom. Die Arbeit an seiner Dissertation brach er ab, als sich kurz vor Beendigung herausstellte, dass S. Chandrasekhar (der spätere Nobelpreisträger) die darin entwickelte Theorie schon 1943 in einer abgelegenen (und zumal in der UdSSR nicht verfügbaren) Zeitschrift publiziert hatte. Er arbeitete dann als Programmierer im Rechenzentrum der Sternwarte in Pulkowo. 1964 wurden beide Strugatzkis freischaffende Schriftsteller.

Nachdem mit Arkadis Tod im Jahre 1991 die Strugatzkis als eine im Grunde unteilbare Autorenpersönlichkeit aufhörten zu existieren, verfasste Boris im Alleingang noch zwei Romane. Er führte auch sein bereits in den siebziger Jahren begonnenes Seminar für Nachwuchstalente weiter, aus dem einige der heute angesehensten russischen SF-Autoren hervorgegangen sind. Seit 2002 gibt er die SF-Zeitschrift Mittag, 21. Jahrhundert heraus. Auf seiner Website führt er seit Jahren ein Offline-Interview mit den Lesern, wo er bisher über 7500 Fragen beantwortet hat (und das, obwohl die eingehenden Fragen von einem der Fans, die die Site für ihn betreiben, vorgefiltert werden, um die Zahl der Wiederholungen zu verringern ? die Fragen werden dann ggf. auf ältere Antworten verwiesen). Er hat seine außerordentlich hohe Bekanntheit und Autorität auch schon oft benutzt, um in Artikeln und Zeitungsinterviews zu politischen Fragen Russlands Stellung zu nehmen und demokratische Positionen zu vertreten. (Man muss dazu wissen, dass die im westlichen Sinne demokratischen Parteien in Russland derzeit fast bedeutungslos sind, da die Putinisten und andere nationalistisch-autoritäre Parteien klar dominieren und das Wort »Demokrat« in Russland allgemein als Schimpfwort verwendet wird. übrigens war der kürzlich verstorbene Jegor Gaidar, einer der demokratischen russischen Ministerpräsidenten unter Boris Jelzin, nicht nur der Enkel des bekannten sowjetischen Schriftstellers Arkadi Gaidar, sondern auch der Schwiegersohn von Arkadi Strugatzki.)

© 2010 by Erik Simon

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Zusätzliche Information

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