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Arkadi + Boris Strugatzki Atomvulkan Golkonda

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Beschreibung

Atomvulkan Golkonda erschien erstmals 1959 und erzählt nach zeittypischer Schilderung der Flugvorbereitungen von einer gefahrvollen Expedition auf die Venus, die vor allem dank der realistischen Charakterzeichnung in tragischen Situationen noch heute fasziniert. Der Debütroman der Brüder Strugatzki ist zugleich der Beginn eines vielfältigen, weit ausgreifenden Weltentwurfs, der bis ins 23. Jahrhundert reicht und als Welt des Mittags bekannt geworden ist.

In den sechziger Jahren sehr erfolgreich, stand der Roman anschließend lange Zeit im Schatten neuerer Werke der Strugatzkis; er hat aber eine Renaissance erlebt, nachdem 1993 eine anhand der Manuskripte rekonstruierte, unzensierte und unbearbeitete Fassung erschien (von der in Russland inzwischen über eine Viertelmillion Exemplare verkauft wurden).

Die vorliegende deutsche Ausgabe ist mit dieser Fassung abgeglichen; sie wird komplettiert durch ein Kapitel aus einer frühen Arbeitsfassung des Romans, Kommentare Boris Strugatzkis sowie ein Nachwort und Anmerkungen von Erik Simon.

Weltweit über eine Million verkaufte Exemplare!

 
 Cover 72 dpi     |     Cover 300 dpi
 

Arkadi + Boris Strugatzki

Arkadi Strugatzki
(UdSSR)
1925–1991

Boris Strugatzki
(UdSSR/Russland)
1933–2012

Die Brüder Strugatzki (man findet auch die eigentlich korrektere Schreibweise »Strugazki« und seltener wissenschaftliche Transliterationen wie »Strugackij«) haben von den fünfziger Jahren bis 1990 gemeinsam ein Ouvre an Romanen, Erzählungen und Szenarien geschaffen, das sein Zentrum in der Science Fiction hat, gelegentlich aber in den Bereich anderer phantastischer Konventionen hineinreicht. Sie wurden damit nicht nur zu den führenden SF-Autoren der Sowjetunion, sondern sind auch im modernen Russland bislang an Bedeutung unübertroffen; neben dem Polen Lem sind sie die wichtigsten und erfolgreichsten SF-Autoren außerhalb der englischsprachigen Länder seit dem Zweiten Weltkrieg; Bücher von ihnen sind in etwa zwei Dutzend Sprachen übersetzt worden, fast alle ins Deutsche, Englische, Französische, Japanische sowie in Sprachen Ostmitteleuropas.

Arkadi Strugatzki wurde 1925 im georgischen Batumi geboren, wuchs aber in Leningrad (Sankt Petersburg) auf, wo Boris 1933 zur Welt kam. Der Vater, Natan Strugazki, von der Ausbildung her Kunstwissenschaftler, war noch vor der Oktoberrevolution in die Partei der Bolschewiki eingetreten, hatte im Bürgerkrieg einen Generalsrang bekleidet, war danach in sehr unterschiedlichen Parteifunktionen in verschiedenen Landesteilen eingesetzt, 1937 aber im Zuge der Stalinschen Säuberungen aus der Partei ausgeschlossen worden. Er kam ums Leben, als er 1942 zusammen mit Arkadi übers Eis des Ladoga-Sees aus dem belagerten Leningrad evakuiert wurde. Arkadi wurde zum Armeedienst einberufen und als Japanisch-Dolmetscher ausgebildet, in dieser Funktion diente er in Fernost bis zu seiner Demobilisierung im Jahre 1955. Anschließend arbeitete er in Moskau am Institut für wissenschaftliche Information und als Verlagslektor. Er hat Science Fiction aus dem Englischen übersetzt, Literatur verschiedener Genres aus dem Japanischen. Er hat sich als Lektor für die Publikation von SF anderer sowjetischer und ausländischer Autoren eingesetzt und das als freier Gutachter, Herausgeber und Berater auch später noch getan; in den achtziger Jahren hat er die damals allmählich erstarkende Organisation des sowjetischen SF-Fandoms unterstützt.

Boris Strugatzki studierte an der mathematisch-mechanischen Fakultät der Leningrader Universität und wurde Stellarastronom. Die Arbeit an seiner Dissertation brach er ab, als sich kurz vor Beendigung herausstellte, dass S. Chandrasekhar (der spätere Nobelpreisträger) die darin entwickelte Theorie schon 1943 in einer abgelegenen (und zumal in der UdSSR nicht verfügbaren) Zeitschrift publiziert hatte. Er arbeitete dann als Programmierer im Rechenzentrum der Sternwarte in Pulkowo. 1964 wurden beide Strugatzkis freischaffende Schriftsteller.

Nachdem mit Arkadis Tod im Jahre 1991 die Strugatzkis als eine im Grunde unteilbare Autorenpersönlichkeit aufhörten zu existieren, verfasste Boris im Alleingang noch zwei Romane. Er führte auch sein bereits in den siebziger Jahren begonnenes Seminar für Nachwuchstalente weiter, aus dem einige der heute angesehensten russischen SF-Autoren hervorgegangen sind. Seit 2002 gibt er die SF-Zeitschrift Mittag, 21. Jahrhundert heraus. Auf seiner Website führt er seit Jahren ein Offline-Interview mit den Lesern, wo er bisher über 7500 Fragen beantwortet hat (und das, obwohl die eingehenden Fragen von einem der Fans, die die Site für ihn betreiben, vorgefiltert werden, um die Zahl der Wiederholungen zu verringern ? die Fragen werden dann ggf. auf ältere Antworten verwiesen). Er hat seine außerordentlich hohe Bekanntheit und Autorität auch schon oft benutzt, um in Artikeln und Zeitungsinterviews zu politischen Fragen Russlands Stellung zu nehmen und demokratische Positionen zu vertreten. (Man muss dazu wissen, dass die im westlichen Sinne demokratischen Parteien in Russland derzeit fast bedeutungslos sind, da die Putinisten und andere nationalistisch-autoritäre Parteien klar dominieren und das Wort »Demokrat« in Russland allgemein als Schimpfwort verwendet wird. übrigens war der kürzlich verstorbene Jegor Gaidar, einer der demokratischen russischen Ministerpräsidenten unter Boris Jelzin, nicht nur der Enkel des bekannten sowjetischen Schriftstellers Arkadi Gaidar, sondern auch der Schwiegersohn von Arkadi Strugatzki.)

© 2010 by Erik Simon

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Zusätzliche Information

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