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2014|11|22  Die Herbst-Neuheiten ...

... sind da. Zumindest die erste Hälfte. Und eigentlich müssten sie ja »Winter-Neuheiten« heißen. Acht neue Bücher werden diesen November/Dezember bei Golkonda erscheinen bzw. sind es bereits, und da ist es kein Wunder, dass die KollegInnen und ich nicht mehr so recht wissen, wo uns der Kopf steht. Dabei muss man berücksichtigen, dass wir alle einen »richtigen« Beruf haben, d.h. uns in unserer Freizeit um unser geliebtes kleines Verlagsprojekt kümmern.

Aber kein Grund zum Jammern, denn es macht nach wie vor großen Spaß, wenn wieder etwas Neues aus der Druckerei kommt. Angefangen hat die herbstliche Bücherflut mit dem dritten Band von Victor Hugos Meisterwerk Der lachende Mann. Meistens brauchen wir für unsere Serienprojekte ja deutlich länger als geplant, aber in diesem Fall bin ich selbst überrascht, wie flott es ging. Was wir natürlich vor allem unserem fleißigen Hugo-Herausgeber Andreas Fliedner zu verdanken haben, der zu Band 4 noch ein umfassendes Nachwort zu Autor und Werk verfasst, sodass der ganze Großroman im Frühjahr 2015 komplett vorliegen sollte.

Als Zweites ist im November der sechste (und vorläufig abschließende) Band unserer Strugatzki-Edition fertig geworden − wirklich ein Grund zum Feiern, denn diese Kooperation mit dem Heyne Verlag war der Hauptanstoß für die Gründung von Golkonda. Dass wir dieses Mammutunternehmen gestemmt haben, macht mich nicht wenig stolz, und ich möchte mich ganz herzlich bei allen Mitstreitern − vor allem den Herausgebern Sascha Mamczak und Erik Simon − und bei den Subskribenten bedanken. Ab 2016 werden, so ist es jedenfalls geplant, weitere Supplementbände erscheinen.

         

Lange mussten die Captain Future-Fans auf die nächste Dosis ihres Suchtstoffes warten. Kommende Woche geht Band 4 der Serie mit dem vielversprechenden Titel Der Triumph in den Versand. Dass wir unter anderem auch bei dieser Serie nicht schneller vorankommen, liegt schlicht an meinem vielleicht ein wenig unzeitgemäßen Hang, keinen Text in den Satz zu geben, mit dem ich nicht wirklich zufrieden bin. Da kann ein/e Übersetzer/in noch so gute Arbeit leisten − es ist immer möglich, aus dem Text noch etwas mehr herauszuholen. (Band 5 von Captain Future ist übrigens schon im Lektorat, damit sollten wir also im März 2015 weitermachen können.)

Das Beste hebt man sich bekanntermaßen immer bis zum Schluss auf. In diesem Fall handelt es sich um die neuste Inkarnation des fortlaufenden Golkonda-Projektes, der phantastischen Erzählung eine Plattform zu bieten. Mit Pinselstriche auf glattem Reispapier von Kij Johnson legen wir den Sammelband einer mehrfach preisgekrönten Autorin vor, deren Geschichten oft einen asiatischen Einschlag haben und sich größtenteils als Tierfantasy bezeichnen lassen. »Die Mannigfaltigkeit ist ungeheuer und ungeheuer berauschend. Jede Geschichte unterscheidet sich grundlegend von der nächsten, und alle sind auf unterschiedliche Weise großartig«, hat Ursula K. Le Guin über die Storys von Kij Johnson gesagt. Wer wäre ich, dem zu widersprechen.

         

Tja, und bis Mitte Dezember rauschen vier weitere Bücher aus unserer Druckerei − aber darüber demnächst mehr ...