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2014|03|26  Weitere Werke von Joe R. Lansdale ...

... werden in absehbarer Zeit bei Golkonda erscheinen. Soeben haben wir mit der zuständigen Agentur zwei neue Verträge unterzeichnet, und zwar über den siebten Hap & Leonard-Roman, Vanilla Ride, der bei uns im Frühjahr 2015 als deutsche Erstausgabe in einer Übersetzung von Heide Franck das Licht der Welt erblicken wird, sowie über den ersten Hap & Leonard-Roman, Savage Season, der auf Deutsch erstmals 2006 unter dem Titel Wilder Winter im Shayol Verlag publiziert wurde.

Nachdem wir mit Machos & Macheten eine neue Seriengestaltung für die Hap & Leonard-Krimis vorgelegt haben, die flächendeckend auf große Begeisterung stößt, streben wir natürlich an, möglichst viele weitere Romane um die beiden liebenswerten Haudegen in dieser schicken Gewandung zu bringen − nicht von heute auf morgen, sondern nach und nach. Ich bin jetzt schon gespannt, was Ben da einfallen wird, und hoffe auf noch viele erfolgreiche Lansdale-Bücher bei Golkonda.

 

2014|03|20  Nachwuchs in der Verlagsvilla!

Falls sich jemand gewundert haben sollte, dass ich auf der Leipziger Buchmesse manchmal mit einem etwas abwesenden Blick an unserem Stand saß oder auch sonst nicht immer völlig bei der Sache war − bitte nicht persönlich nehmen, das hatte einen durchaus nachvollziehbaren Grund: Meine Frau Sara war noch etwa 14 Tage von ihrem Termin entfernt, und diese Woche ging es auch ganz schnell. Am Montag habe ich sie um Mitternacht ins Krankenhaus gebracht, und nachdem es fünfzehn Stunden lang so aussah, als würde sich gar nichts tun, war das Kind dann plötzlich innerhalb von weniger als einer Stunde da.

Weshalb ich um Verständnis bitte, dass im Verlag derzeit so manches etwas länger dauert, denn der kleine Aaron ist heute Nachmittag zusammen mit seiner Mutter nach Hause gekommen, und beide werden von dem großen Bruder Robert sowie dem einigermaßen verwirrten Papa begeistert umsorgt. Das hindert mich nicht völlig daran, hin und wieder ein paar Stunden am Schreibtisch zu verbringen, aber neben dem Golkonda-Alltag steht derzeit auch noch die Durchsicht einer Übersetzung für Klett-Cotta an sowie ein Lektorat für Piper und eine Fahnenkorrektur für Blanvalet, ganz zu schweigen von einer Übersetzung für Oetinger ab April − die ganze Bandbreite also. Alles Projekte, die Spaß machen, aber so geballt bringen sie sogar mich an meine Grenze.

Demnächst mehr an diesem Ort − in ein paar Tagen möchte ich hier eine kleine Bombe platzen lassen ...

 

2014|03|11  Besuchen Sie uns ...

... auf der Leipziger Buchmesse! Diese Aufforderung rufen derzeit fast alle Verlage ins Publikum, und auch ich möchte mich dem anschließen. Golkonda ist vom 13. bis 16. März in Halle 2, Stand H 306 anzutreffen, mit dem kompletten lieferbaren Programm (neun gebundene Büchern und sage und schreibe zweiundvierzig Paperbacks, wenn ich mich nicht verzählt habe). Das heißt, wir haben seit unserer Gründung Anfang 2010 bis heute ziemlich genau fünfzig Bücher produziert ... uff!

An den ersten beiden Tagen begrüßen wir illustre Gäste bei uns am Stand, und zwar am Donnerstag um 13 Uhr Tobias O. Meißner, am Donnerstag um 15 Uhr Barbara Slawig und am Freitag um 14 Uhr Jasper Nicolaisen, dessen Übersetzung von Samuel R. Delanys Autobiographie Die Bewegung von Licht in Wasser zur Messe ganz knapp noch fertig geworden ist (sagt unsere Druckerei − ich habe noch kein Exemplar gesehen).

         

Der Delany ist allerdings nur ein Buch von drei, die es in letzter Minute geschafft haben: Unter dem (if I may say so) famosen Titel Machos und Macheten geht derzeit der neue Lansdale in die Auslieferung, begleitet von Band 1 einer (erstmals vollständigen) Neuausgabe der postmodernen Fantasy-Trilogie Kane von Karl Edward Wagner. Cooler Lesestoff, das alles, zur Anregung der unterschiedlichsten Hirnregionen. Ich freue mich jedenfalls wie ein Schneekönig darauf, am Stand in Leipzig die fertigen Bücher auszupacken, und ich freue mich noch mehr, sie möglichst vielen neugierigen Besuchern zeigen zu dürfen.

Also: Das Verlegerduo Hannes Riffel und Karlheinz Schlögl ist vier Tage lang auf Ihren und Euren Besuch gespannt. Und es soll ja außer Golkonda noch der eine oder andere interessante Verlag vor Ort sein ...

 

2014|03|04  Wir sind auf der Zielgeraden ...

... zur Leipziger Buchmesse, und da gehen fast täglich Andrucke zwischen Verlag und Druckerei hin und her, fertige Bücher treffen ein, der Prospekt 2014 wird endkorrigiert, Leseproben werden erstellt, und an tausend Kleinigkeiten muss gedacht werden. Aber bevor ich auf bereits bestellbare Neuheiten eingehe, hier erst einmal der Hinweis auf unseren tollen neuen Newsletter. Dank meiner Kollegin Heide Franck verschicken wir seit Januar einmal im Monat ein schick designtes Neuheitenmail. Die ersten beiden Ausgaben des Jahres können hier bewundert werden, und auch das Abonnieren (und Abbestellen) ist denkbar einfach.

         

Frisch aus der Druckerei gekommen sind zwei Bücher, die die ganze Bandbreite phantastischer Literatur repräsentieren, wie sie bei Golkonda erscheint, von anspruchsvoller Ideen-SF der Gegenwart bis zur Neuübersetzung von Pulp-Klassikern. Fast scheint es müßig, über Ted Chiang viele Worte zu machen, außer vielleicht, dass sein Storyband Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes sich zu unserem bisher bestverkauften Buch gemausert hat und zum Beispiel in der Buchhandlung Otherland zum zweiten Mal hintereinander die Jahresbestsellerliste anführt − das gab es noch nie. Nun liegt mit Das wahre Wesen der Dinge Chiangs zweiter Storyband vor, der es an Vielseitigkeit und emotionaler Durchschlagskraft locker mit dem ersten aufnehmen kann.

Nach viel zu langer Zeit bringen wir nun auch endlich den dritten Band der Captain Future-Serie, Die Herausforderung von Edmond Hamilton, wieder in vollständiger Neuübersetzung mit allen Extras und Illustrationen der Originalausgabe. Die Übersetzung von Band 4 redigiere ich gerade, und die Übersetzungen von Band 5 und 6 sind in Arbeit, da geht es also künftig hoffentlich zügiger vorwärts.

 

Last not least ist unser erstes Sachbuch erschienen, eine kommentierte Neuübersetzung von H. P. Lovecrafts klassischem Großessay über die Horror-Literatur, erstmals unter dem Originaltitel Das übernatürliche Grauen in der Literatur und erstmals mit ausführlicher Einleitung, detailliertem Kommentar und einer 50-seitigen (!) Bibliographie, die die deutsch- und englischsprachige Primär- und Sekundärliteratur zu den behandelten Autoren erschließt. Damit liegt eine Studienausgabe dieses einflussreichen Textes vor, die hoffentlich Schule machen wird, denn angemessene Editionen zu phantastischen Genres sind leider dünn gesät.

Aber nicht nur mit dem Inhalt dieses Buches haben wir uns größte Mühe gegeben, auch mit dem Design haben sich unsere Gestalterin Ben und unser Setzer Hardy selbst übertroffen. Vom Cover über die Zwischentitel, den schwarzen Kopfschnitt (der kein echter ist, dafür umso genialer angelegt), die Typographie (mit unterschiedlichen Schriften für Text und Kommentar) ... ich kann gar nicht mehr aufhören zu schwärmen.

Doch genug für heute − die Arbeit ruft. Vor der Messe nächste Woche finde ich hoffentlich noch die Zeit für einen weiteren Post.