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2013|06|16  Gleich zweimal Platz 1 ...

... belegt der Golkonda Verlag bei der Verleihung zum Kurd Laßwitz Preis 2013: In der Kategorie »Bestes ausländisches Werk« gewann die Storysammlung Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes von Ted Chiang, in der Kategorie »Beste Übersetzung« die Storysammlung Der Spieler von Paolo Bacigalupi. Fast bin ich sprachlos − und freue mich maßlos, dass die Arbeit, die an so vielen Schreibtischen in Berlin und anderorts für uns geleistet wird, diese Anerkennung findet!

         

Meine Gratulation geht an unseren Autor Ted Chiang sowie an unsere Bacigalupi-Übersetzerinnen Birgit Herden und Dorothea Kallfass, und mit gleicher Begeisterung an Alexander »molosovsky« Müller, der mit seiner Übersetzung des Chiang-Bandes auf den dritten Platz gelangte, und an unsere Gestalterin Benswerk, deren Cover des Bacigalupi-Bandes in der Kategorie »Beste Graphik« einen tollen fünften Platz belegt.

Nicht schlecht für einen kleinen Verlag, dessen Budget nicht einmal für die Portokasse mancher großer Konkurrenten reichen würde, was? Ich mach mir jetzt jedenfalls ein [bitte Lieblingsgetränk einsetzen] auf und lass das erst mal in Ruhe sacken ...

(Übrigens: Letztes Jahr wurden Jasper Nicolaisen und Jakob Schmidt für îhre Übersetzung der Storysammlung Wir waren außer uns vor Glück von David Marusek mit dem KLP ausgezeichnet. Da zeichnet sich doch nicht etwa ein Trend ab?)

 

2013|06|10  Was geht wohl vor sich ...

... in den Katakomben des Golkonda-Verlages, wird sich vielleicht der eine oder die andere fragen? Jedenfalls ist es schon eine Weile her, seit ich hier über den Stand der laufenden Projekt informiert habe, also möchte ich das mal wieder tun.

Zum Abschluss kommt gerade ein Projekt, das mir viel Freude bereitet: Nachdem letzte Woche Band 2 der Sardor-Trilogie ausgeliefert wurde, kann ich vermelden, dass Band 3 gesetzt und korrigiert ist, demnächst in die Druckerei geht und also etwa Mitte Juli erscheinen wird. Jawohl, ebender Band 3, den Markolf Hoffmann für uns fertiggeschrieben hat, damit alle Sardor-Fans nach fast drei Jahrzehnten endlich erfahren, was für ein Schicksal unseren wackeren Flieger erwartet (von einem gewissen Bosling ganz zu schweigen). So viel sei verraten: Das Finale hat es in sich, und Markolf Hoffmann ist es gelungen, der Vorlage treu zu bleiben, ohne dabei auf Originalität zu verzichten. Und das war bestimmt nicht einfach!

         

Außerdem schwitze ich im Moment (jawohl, ich schwitze − hier im Osten der Hauptstadt ist wunderschönes Wetter, und eigentlich sollte ich mich in den Garten fläzen, anstatt hier auf die Tastatur einzuhacken) über den Fahnenkorrekturen von Traumtänzer, dem zweiten Band von Tobias O. Meißners Hiobs Spiel. Dieses Buch wird Ende Juli bzw. Anfang August erscheinen, und damit werden dann alle drei Bände wieder erhältlich sein, Band 1 und 2 erstmals in den Geldbeutel schonenden Paperbackausgaben. Gut ein Jahrzehnt ist es her, dass ich die Serie mit dem ersten Band für mich entdeckt habe, und ich kann noch immer nicht fassen, dass wir ein solches Meisterwerk verlegen dürfen.

Was ist sonst noch neu? Die vierzehn Storys des Bandes Maskenhandlungen. Die besten Erzählungen von Malte S. Sembten sind fast satzfertig, und zusammen mit den Illustrationen von Fabian Fröhlich wird dieses Buch ein ganz besonderes Kleinod. Heide Franck hat Ihre Übersetzung des Romans Lost Echoes von Joe R. Lansdale abgegeben, die nun von Robert Schekulin lektoriert wird; hm, fehlt also nur noch das Titelbild. Und Simone Heller sitzt an der Überarbeitung des ersten Kane-Romans Der Blutstein von Karl Edward Wagner, mit dem wir im Herbst unsere Neuausgabe dieses wortgewaltigen Fantasy-Klassikers starten werden.

         

Aber damit noch lange nicht genug: Jakob Schmidt hat sich just die Übersetzung des zweiten Nimmèrÿa-Bandes von Samuel R. Delany vorgenommen, um sie gründlich durchzusehen und mit dem überarbeiteten Original abzugleichen. Karin Will übersetzt derzeit ein zweites Bündel von Erzählungen von Ted Chiang, und Frauke Lengermann und Markus Mäurer arbeiten jeweils an der Übersetzung des dritten und vierten Bandes der großen Saga um Captain Future.

Und das ist, natürlich, noch lange nicht alles. Wer in Berlin weilt, sei nächsten Donnerstag zum Treffen des SF-Clubs Andymon herzlich eingeladen. Dort werde ich das aktuelle Golkonda-Programm vorstellen und einen kleinen Ausblick geben, während Hardy Kettlitz und Hans-Peter Neumann davon erzählen, was sich im Shayol Verlag so tut.