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2012|12|24  Zum Ende eines erfolgreichen Jahres ...

... wünsche ich allen, die an unseren Büchern mitgearbeitet, sich für sie in den Medien eingesetzt oder sie (ganz wichtig!) gekauft und gelesen haben, erholsame Feiertage und einen tollen Start ins neue Jahr. Golkonda ist ein Projekt, das von vielfältiger Unterstützung und von vielfältigem Zuspruch lebt, und dafür können wir − die Verleger Hannes Riffel und Karlheinz Schlögl − uns gar nicht genug bedanken.

Und da heute der 24. ist: Während ich diese Woche im Otherland Bücher verkauft habe, haben meine Frau und mein Söhnchen ein Lebkuchenhaus gebacken, das sogar mich ein wenig in weihnachtliche Stimmung versetzt − was gar nicht so einfach ist. In diesem Sinne: Lasst es Euch gutgehen, bis zum nächsten Jahr!

 

2012|12|18  Die beste deutschsprachige SF-Seite ...

... im Internet ist meiner unmaßgeblichen Meinung nach die Rezensionsseite von Josefson beim Wiener Standard. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil er sich regelmäßig für Golkonda-Bücher begeistert, sondern weil ich niemanden sonst kenne, der mit vergleichbarer Leidenschaft und Sachkenntnis den Markt beobachtet und bewertet. Aktuell hat er eine Liste seiner Lieblingsbücher des Jahres veröffentlicht, und die ist sehenswert.

         

Wer nachlesen möchte, was er in letzter Zeit zu Golkonda geschrieben hat, sollte seine Hellboy-Rezension anklicken und gleich im Anschluss seine Würdigung des ersten Nimmèrÿa-Bandes. Eine umwerfende Bandbreite, finde ich. Weitere Highlights im Jahresrückblick sind Ted Chiang und Ian McDonald, und auch unser kleines Juwel Purpur & Schwarz von K. J. Parker wird noch einmal empfohlen. Von rund zwei Dutzend deutschen und englischen Buchtipps aus dem Jahr 2012 stammen drei aus dem Golkonda Verlag − nicht übel, oder?

 

2012|12|09  Deutschsprachige Autoren ...

... sind im Golkonda Verlag eher die Ausnahme. Das hat einerseits etwas mit den Vorlieben der beiden Verleger zu tun, andererseits mit der Tatsache, dass es bereits eine ganze Reihe von Kleinverlagen gibt, die sich der deutschsprachigen Phantastik angenommen haben. Golkonda hat sich ausdrücklich vorgenommen, eine Lücke zu füllen und vor allem Übersetzungen anspruchsvoller und ungewöhnlicher Science Fiction und Fantasy zu bringen.

Ausnahmen bestätigen die Regel − mit Frank Böhmert und Tobias O. Meißner haben wir zwei herausragende Berliner Autoren im Programm, und darüber hinaus bereiten wir einen Band mit den besten Erzählungen eines Horror-Autors vor, den ich für den besten in diesem Lande halte (dazu bei Gelegenheit mehr). Heute möchte ich auf einen Schriftsteller zu sprechen kommen, der mich seit meiner Jugend begeistert und von dem wir in den nächsten Jahren eine mehrbändige Werkausgabe publizieren werden.

Dabei handelt es sich um keinen Geringeren als den viel zu früh verstorbenen Thomas Ziegler, der ein vielfältiges und mehrfach preisgekröntes Werk hinterlassen hat, das SF- und Fantasy-Romane, äußerst pointierte Kurzgeschichten und Krimis umfasst, von seinen stilbildenden Beiträgen zu Serien wie Die Terranauten und Perry Rhodan ganz zu schweigen. Mir ist es geradezu ein Herzensanliegen, dieses Werk in zeitgemäßen Ausgaben wieder zugänglich zu machen, und den Anfang machen wir mit Band 1 der Fantasy-Trilogie Sardor.

»Trilogie?«, höre ich so manchen Phantastik-Experten verwundert fragen. Ist doch u.a. dem oben verlinkten Wikipedia-Artikel zu entnehmen, dass der dritte Band, Bote des Gehörnten, damals in den 80er Jahren gar nicht erschienen ist. Tja, Glück muss man haben. Bei Ronald M. Hahn, dem Nachlassverwalter Zieglers, fand sich auf der Festplatte ein halb fertiger dritter Band sowie ein Kurzabriss darüber, wie Ziegler sich das Finale vorgestellt hat. Und ebendiesen dritten Band wird Markolf Hoffmann, einer der talentiertesten und vielseitigsten Fantasy-Autoren, die ich kenne, für uns zu Ende schreiben. Alle Fantasy-Freunde können sich auf ein skurriles, sprachmächtiges Abenteuer-Epos freuen!

Parallel dazu bereiten wir Neuausgaben von Zieglers SF-Romanen Alles ist gut und Die Stimmen der Nacht vor, die meines Erachtens zum Besten und Originellsten gehören, was die SF hierzulande hervorgebracht hat. Mir ist es jedenfalls ein Anliegen, diesem Autor, der meine Vorlieben so nachdrücklich geprägt hat, in dieser Form meinen Respekt zu zollen, auch wenn er das leider nicht mehr erleben darf. Hoffen wir, dass Thomas Ziegler im Dichter-Elysium seine Freude an diesen Editionen haben wird.

 

2012|12|02  Ein volles Haus ...

... hatten wir am Freitagabend in der Otherland Buchhandlung bei der Premierenlesung aus Hiobs Spiel 3: Verlierer. Tobias O. Meißner war in Hochform und trug das gesamte 14. Prognosticon vor: »Die Erschießung des Benjamin Blümchen.« Das Publikum hörte, wie hier gut zu sehen ist, mit angehaltenem Atem zu.

Nach einem längeren Gespräch zwischen Autor und Publikum signierte Tobias O. Meißner dann mitgebrachte und frisch gekaufte Bücher − wobei ihm seine Kollegin Jenny-Mai Nuyen zur Seite stand.

Die Berliner Fraktion des Golkonda Verlags hat sich diesen Event natürlich nicht entgehen lassen. Hier zu sehen: Setzer Hardy, Gestalterin Ben, Tobias O. Meißner und meine Wenigkeit.

Alle Fotos sind (c) 2012 by Frank Böhmert; herzlichen Dank dafür!