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20|11|2011  »Lang lebe Captain Future« ...

... mit diesen Worten schließt nicht nur die preisgekrönte Novelle »Der Tod von Captain Future« von Allen Steele, sondern auch die hymnische Rezension des abschließenden Bandes unserer Captain Future-Gesamtausgabe*, die aktuell beim Wiener Standard online gegangen ist. Da es immer vornehmer ist, die eigene Begeisterung zurückzuhalten, lasse ich lieber den Artikel selbst zu Wort kommen:

»Hamiltons erste Erzählung in diesem Band, ›Mond der Unvergessenen‹, ist ein klassisches Beispiel dafür, wie man eine Geschichte auf Trab bringt ...« − »Und das ist, Astronomie hin oder her, wirklich schön zu lesen. ... wie auch ›Kein Erdenmensch mehr‹, in dem John Carey, ein Raumfahrer aus dem 20. Jahrhundert, aus dem Kälteschlaf geholt wird.« − »›Wiege der Schöpfung‹ schließlich ist eines der Weltraum-Abenteuer, die Captain Future seine Fangemeinde eingebracht haben; inklusive großer Weiten, universeller Geheimnisse und wüstester Kosmologie.« − Und last not least über die oben bereits erwähnte Titelnovell: »Schöner kann man Pulp nicht ehren, die Hugo-Lorbeeren sind wahrlich verdient.«

         

*Als Fußnote zum ersten Absatz: Mit den vorliegenden beiden Bänden der Verschollenen Abenteuer sind bei Golkonda die bisher noch nicht auf Deutsch erschienenen späten Captain Future-Erzählungen vorgelegt worden. Im Frühjahr 2012 starten wir mit der Neuübersetzung aller zwanzig Romane, wobei unsere Ausgabe auch die Illustrationen und alles Zusatzmaterial aus dem Captain Future Magazine enthalten wird. Weshalb auf dem Rücken der beiden erhältlichen Bände auch das Kürzel »CF 21« bzw. »CF 22« prangt ...

 

14|11|2011  Eine Redaktionsempfehlung ...

... aus dem Hause Perry Rhodan ist stets Anlass zur Freude, vor allem wenn sie von Chefredakteur Klaus N. Frick höchstpersönlich stammt. Ganz unerwartet ist dieses Lob nicht, hat unser Autor Frank Böhmert doch das eine oder andere zur unendlichen Geschichte des »Erben des Universums« beigetragen. Allerdings handelt es sich bei seinem Roman Bloß weg hier! keineswegs um Science Fiction, weshalb ich besonders gespannt bin, ob sich die PR-Fangemeinde darauf einzulassen bereit ist.

Aber ich zitiere jetzt einfach mal: »Diese erzählerische Dichte macht einen großen Teil der Faszination aus, die der Roman verströmt. Dass der Autor schreiben kann, das hat er im Verlauf der letzten zwanzig Jahre oft genug bewiesen; wie er es schafft, eigene Sinneseindrücke zu einem Roman zu verarbeiten, das ist lesenswert und hat ein größeres Publikum verdient.« Und weil sich manche Leute fragen, warum wir ein solches Gewese um die Ausstattung unserer Bücher machen: »... die schöne Gestaltung wertet die Lektüre noch zusätzlich auf. Ich habe den Roman mit wachsendem Spaß gelesen.«

Das ging dem verantwortlichen Lektor − meiner Wenigkeit − auch so, als Frank mir das Manuskript letztes Jahr auf die Festplatte beamte, weshalb er nach Tobias O. Meißner unser (chronologisch) zweiter deutschsprachiger Autor ist, von dem wir noch so manches erhoffen und erwarten ...

 

03|11|2011  Auf der Krimibestenliste ...

... von Zeit und Arte zu landen, und das gleich zweimal hintereinander, ist eine Freude und eine Ehre. Unser Spitzentitel Gauklersommer von Joe R. Lansdale belegte bereits im vergangenen Monat den vierten Platz und ist jetzt auf Platz 2 hochgerückt. Schaut man sich um, was für Verlage und Autoren sich dort noch so tummeln, dann ist das für einen »Kleinen« wie Golkonda durchaus ein Anlass, stolz zu sein.

         

Ich erlaube mir, aus der Rezension von Tobias Gohlis zu zitieren: »Spätestens seit Kahlschlag gehört Camp Rapture in Ost-Texas zu den mythischen Orten der Kriminalliteratur ... Aber die Leser des großen Joe R. Lansdale rechnen vom ersten Satz an mit dem Schlimmsten, und sie tun sehr gut daran.« Wenn das nicht neugierig macht! Ich glaube, jetzt können wir endgültig aufhören, Lansdale als Geheimtipp zu bezeichnen, und seine Aufnahme in den Krimi-Pantheon feiern ...

 

01|11|2011  Gewonnen ...

... hat, wie gerade bekannt wurde, unsere Autorin Angélica Gorodischer den ›World Fantasy Award‹ 2011 für ihr Lebenswerk. Das ist umso erstaunlicher und erfreulicher, da sie nicht zu jenem angloamerikanischen Phantastik-Mainstream gehört, der diesen Preis sonst unter sich aufteilt. Was nicht heißen soll, dass dieser Preis nicht unverhältnismäßig oft an Autoren geht, die ihn tatsächlich verdient haben (Gorodischer teilt sich den »Life Achievement Award« mit Peter S. Beagle, der nicht nur den wundervollen Roman Das letzte Einhorn verfasst hat, sondern in den letzten Jahren so etwas wie einen zweiten Frühling erlebt und die besten Geschichten seines Lebens publiziert). Aber dass eine Südamerikanerin, deren Werk nicht ganz so eindeutig einem bestimmten Gerne zuzuordnen ist, solchermaßen geehrt wird, lässt schon aufhorchen.

Bleibt zu hoffen, dass diese Auszeichnung den einen Leser oder die andere Leserin neugierig macht und zu Im Schatten des Jaguars greifen lässt, einer kleinen »Best of«-Sammlung, die zu den ersten Büchern zählt, die bei Golkonda erschienen sind. Herausgeberin Rike Bolte hat mit diesem Bändchen eine Auswahl aus dem vielgestaltigen Gesamtwerk getroffen und mit einem umfangreichen Nachwort versehen. Und wer des Englischen mächtig ist, kann sich auf Kalpa Imperial freuen, von vielen als Gorodischers Hauptwerk bezeichnet und von keiner Geringeren als Ursula K. Le Guin übersetzt. Zeit − und Gelegenheit −, eine der ganz großen Phantastik-Autorinnen der Jahrtausendwende kennenzulernen!