Henrich Steffens

Henrich Steffenswar vieles in seinem Leben: Geologe, Philosoph, politischer Publizist, preußischer Professor und Offizier, Rektor der Berliner und der Breslauer Universität – und Autor literarischer Texte. 1773 in Norwegen geboren, aufgewachsen in Dänemark, wurde Deutschland für ihn in seinen Zwanzigern zur Wahlheimat und der Ort, an dem er seit 1808 ununterbrochen lebte.

Unsere Edition beginnt mit der beinahe 4000-seitigen Autobiographie »Was ich erlebte« (1840–1844), die heute als zentrale Quelle zum intellektuellen Leben Deutschlands in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gilt. Doch während man ihn längst als Kulturvermittler zwischen Deutschland und Skandinavien entdeckt hat und als Zeugen der Zeit von der Romantik bis zum Vormärz schätzt, wartet Steffens immer noch auf seine Wiederentdeckung als literarischer Autor. Zwar begann er erst im fortgeschrittenen Alter, Belletristik zu publizieren, feierte aber mit seinen Novellenzyklen große Erfolge. Nach dem zaghaften Anfang mit einer Sammlung von Märchen und Sagen erschienen zwischen 1827 und 1837 nicht weniger als achtzehn Bände mit Novellen.

Diese Werke des vergessenen Bestsellerautors Henrich Steffens macht Golkonda zum ersten Mal seit Steffens’ Tod vor über hundertsechzig Jahren wieder zugänglich. Darüber hinaus ist die Edition der politischen Schrift »Die gegenwärtige Zeit und was sie geworden« (1817) sowie einiger kleinerer politischen Schriften vorgesehen.

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